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In Bildung investieren, nicht in Reiche

In Bildung investieren, nicht in Reiche

Manches Kind ist ein Genie. Kleine, kluge Menschen, die große Erfinder*innen oder Künstler*innen werden. Wisst ihr was: Man kann so klug sein, wie man will – Kinder von Familien, die kein dickes Börserl haben, haben in Oberösterreich kaum eine Chance auf Erfolg. Das zeigen uns alle Ergebnisse der Bildungsforschung seit Ewigkeiten. Aber ist das klug? Können wir es uns leisten, auf unser größtes Talent zu verzichten?

Ganz sicher nicht. Ist es dann nicht endlich an der Zeit, dass wir das ändern? Wir möchten in einer Gesellschaft leben, in der allen Kindern alle Türen offen stehen und sich jedes Kind frei nach den eigenen Leidenschaften und Interessen entfalten kann, unabhängig vom Einkommen und der Förderung des Umfeldes.

Der nächste Mozart braucht Zugang zu einem Klavier, auch wenn sich seine Familie niemals eines leisten könnte! Ausfinanzierte, moderne Bildungseinrichtungen und Ganztagsschulen, die Talente fördern sowie eigenständiges Denken lehren, können das sicher leisten! Und das wollen wir! In Österreich wird Bildung nach wie vor vererbt. Der Bildungsweg der Eltern bestimmt den Bildungsweg der Kinder. Daran gibt es nichts zu rütteln: Jedes Kind hat die gleichen Chancen und Möglichkeiten verdient – egal ob es reiche oder arme Eltern hat!

Jedes Kind verdient eine glückliche Kindheit

Schon gewusst: Was den Ausbau von flächendeckendem Kinderbildungsangebot (Krabbelstuben, Kindergärten etc.) angeht, ist Oberösterreich im Bundesländerver- gleich an letzter Stelle. Wir finden das peinlich und schlagen vor: Wenn die heutige Landesregierung es nicht hinbekommt, dann machen wir mit eurer Stimme neue Politik: Für uns ist klar, dass kein Kind zurückgelassen werden darf. Alle Familien brauchen die beste Bildung und Betreuung statt den letzten Platz aller Länder! Deshalb fordern wir den Rechtsanspruch auf einen Platz in einer kostenlosen, ganztägigen Kinderbildungsein- richtung für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr in ganz Oberösterreich. Denn jedes Kind verdient die besten Möglichkeiten, die eigenen Talente zu entfalten!

Die Gerstorfer-Regierung:

  • Es ist Zeit für kostenlose Kinderbildungsangebote. Schluss mit den Gebühren für Kinder- gärten, Krabbelstuben, Nachmittagsbetreuungen und Horten in ganz Oberösterreich.
  • Es kommt der Rechtsanspruch auf einen kostenlosen Platz in einer Kinderbildungsein- richtung ab dem 1. Lebensjahr.
  • Wir schaffen den Ausbau des Kinderbildungsangebotes bis zum 6. Lebensjahr: Mehr ganztägige, ganzjährige und kostenlose Einrichtungen entsprechend den EU-Barcelona- Zielen und den Kriterien für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (VIF). Dazu müssen wir bauen und das kostet natürlich: ca. 150 Millionen Euro, um 18.500 neue Kinderbil- dungsplätze für die rund 35.000 Kinder zu schaffen. Geld, das wir gerne investieren, weil es unseren Kindern Zukunft gibt und unserer Wirtschaft Aufträge verschafft.
  • Wir brauchen mehr Fachkräfte im vorschulischen Bereich, kleinere Gruppen und mehr Personal. Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit.
  • Wir investieren in den Ausbau der Sprachförderung und der Mehrsprachigkeit im Kindergarten.
  • Wir ermöglichen mobile Kinderbetreuung für erkrankte Kinder zuhause.
  • Unser Konzept: Pandemiefeste Kinderbildungseinrichtungen, die krisenfest sind! Wir sichern ab, dass Bildungseinrichtungen nicht mehr geschlossen werden und Familien (insbesondere Frauen) diese Arbeit nicht länger unbezahlt verrichten müssen.
  • Keine Frage, es braucht ein österreichweites, modernes und einheitliches Jugend- schutzgesetz, das auch die Online-Welt miteinbezieht.
  • Wir sagen dem Mobbing den Kampf an. Mobbing- und Gewaltprävention sowie Prävention von sexualisierter Gewalt oder Cybermobbing macht es möglich, dass die Kinder und Jugendlichen gut aufwachsen können. Das alles und nichts weniger haben unsere Kinder verdient!

Bildung und Liebe sind das Wichtigste. Diese Einstellung teilen die meisten Eltern. Für Liebe können alle Eltern am besten sorgen – aber bei der Bildung braucht es ein kluges System. Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Voraussetzungen für gutes Lernen in Oberösterreich sehr unterschiedlich sind: Manche Kinder können vom Eltern- haus besser unterstützt werden als andere, manche Kinder haben ein eigenes Lern- und Spielzimmer, andere haben nicht einmal einen Schreibtisch. Es ist großartig, wie viele Eltern ihre Kinder fördern.

Wir stellen sicher, dass überall, wo das nicht gelingt, die Kinder keinen Nachteil erleiden. Denn die Weichen für die Zukunft werden bereits im Kindesalter gestellt, daher fordern wir die gleiche Bildung für alle Kinder – egal wie reich die Eltern sind. Wir fordern eine gemeinsame Ganztagsschule, die alle Kinder beim Lernen unterstützt und mit warmen Mahlzeiten versorgt! Nur so kann echte Chancengleichheit garantiert werden.

Die Gerstorfer-Regierung:

  • Zuerst das Wichtigste: Wir bieten allen Kindern eine gute Schule und fördern beson- ders dort zusätzlich, wo die sozialen Umstände den Bildungserfolg benachteiligen.
  • Wir sorgen für mehr Chancengerechtigkeit durch Schaffung eines qualitätsvollen gemeinsamen, ganztägigen Schulcampus, wo Volkschule und Unterstufe an einem Ort vereint sind. Für alle Schulen mit mehr als einer Klasse pro Schulstufe.
  • Zur Chancengleichheit gehört auch, dass Jugendliche die Chance haben, in einer guten, kostenfreien Ganztagsschule gut betreut zu lernen.
  • Um das alles zu garantieren, schaffen wir den Rechtsanspruch für Eltern, ihr Kind wohnortnah in einem Schulcampus unterbringen zu können. Gleichzeitig moderni- sieren wir unsere Bildungseinrichtungen: Digitalisierung aller Schulen und Bildungs- einrichtungen ist eine Selbstverständlichkeit. Das heißt konkret: Die Ausstattung mit WLAN und Smart Boards in allen Klassenzimmern in ganz Oberösterreich ist Standard.
  • Wir beschaffen für die Familien kostenlose Laptops inklusive der entsprechenden Soft- ware für alle Schüler*innen ab der 3. Schulstufe sowie für die Pädagog*innen in ganz Oberösterreich – und zusätzlich die Möglichkeit zur Kostenrückerstattung von bereits gekauften Endgeräten.
  • Weil auch eine gute Lernumgebung zum Erfolg beiträgt, investieren wir in die Sanierung der Schulgebäude und Sportanlagen, damit alle Kinder unter besten Bedingungen lernen können – nach ökologischem Standard, eh klar, wir wollen ja die Klimaziele erreichen.
  • Damit Kinder lernen, jedes Problem zu meistern, investieren wir in den Ausbau der Schulsozialarbeit in Oberösterreich und dass wir eine flächendeckende Kindergarten- sozialarbeit haben wollen, ist doch selbstverständlich.
  • Wir sorgen dafür, dass es mehr Schulpsycholog*innen- und Supportpersonal an Schulen gibt. Denn gerade die Corona-Zeit ging nicht an allen jungen Menschen spurlos vorüber.
  • Findet ihr nicht auch, dass es an der Zeit ist, dass es das Fach „Politische Bildung“ inklusive Medienbildung ab der sechsten Schulstufe für alle Schultypen gibt? Sollten wir nicht pädagogisch wertvoll und sensibel mit Jugendlichen auch am zentralen Entwicklungsthema der Sexualbildung arbeiten statt schamvoll dieses Thema auszuklammern?
  • All das hilft Familien, ihre Kinder gut aufwachsen zu lassen. Es reicht aber noch nicht. Damit Familien nicht jedes Jahr weniger haben, braucht es die Anpassung der Schul- beihilfe an die Inflation sowie die Lockerung der Anspruchskriterien. Die Kinder sollen nicht darunter leiden, wenn die Eltern eine andere Sprache sprechen – daher mehr- sprachige Antragsformulare für alle Bereiche des Bildungswesens.
  • Wir wollen die kostenlose Schüler*innenfreifahrt und kostenlose Verpflegung in den Schulen.
  • Wir brauchen die kostenlose Grippeimpfung für alle Schüler*innen und Lehrpersonen.
  • Wir sorgen für die Überarbeitung des Unterrichtsstoffs und die Anpassung an die neuen Anforderungen in Arbeits- und Lebenswelten, gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern.
  • Nicht zuletzt: Mehr Mitbestimmung und Demokratisierung in der Schule durch ein Wahlrecht für alle Schüler*innen bei den Landes- und Bundesschüler*innen- Vertretungswahlen.

Unsere Arbeitswelt verändert sich. Das ist sicher. Aber genauso sicher ist, dass man politisch dafür sorgen kann, dass in dieser Veränderung niemand zurückgelassen wird. Das heißt für uns, dass alle Menschen die Möglichkeit haben müssen, eine zusätzliche Aus- oder Weiterbildung zu absolvieren! Dafür braucht es einen freien und offenen Zugang zu Bildungseinrichtungen, ohne Aufnahmetests und Gebühren, genauso wie ausreichende finanzielle Unterstützung während des Bildungsweges.

Die Gerstorfer-Regierung:

  • Für alle, die neu anfangen wollen, schaffen wir den Rechtsanspruch auf eine zweite Ausbildung für Erwachsene. Das kann man aber nicht ohne Geld. Daher wollen wir bei beruflicher Neuorientierung ein existenzsicherndes „Qualifizierungsgeld neu“ in der Höhe von 80% des Letztverdienstes, damit der Lebensunterhalt während einer Aus- oder Weiterbildung gesichert ist.
  • Weil die Zukunft immer bessere Bildung braucht, investieren wir 2% unserer Wirt- schaftskraft in unseren Wissenschaftsstandort. Denn durch Forschung entstehen neue Unternehmen, die Arbeitsplätze für Menschen ganz unterschiedlicher Bildungsab- schlüsse bieten.
  • Es ist an der Zeit für eine Reform der Studienbeihilfen: Für uns ist die Anhebung auf ein existenzsicherndes Niveau, die Abschaffung der Altersgrenzen sowie die Auswei- tung der Toleranzsemester für den Beihilfenbezug sowie die automatische Direktzah- lung der Familienbeihilfe an über 18-Jährige in Ausbildung eine Selbstverständlichkeit.
  • So viel in Forschung und Weiterbildung zu investieren, ist goldrichtig für unser Land. Denn mehr Menschen mit bester Bildung bringen unser Land voran. Genau deshalb sind Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren absurd. Sie verhindern mehr Bildung statt sie zu ermöglichen. Deshalb schaffen wir sie ab.

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